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[DE] Land Schleswig Holstein und Stadler unterzeichnen Vertrag über die Lieferung von 55 FLIRT Akku-Triebzügen



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[DE] Land Schleswig Holstein und Stadler unterzeichnen Vertrag über die Lieferung von 55 FLIRT Akku-Triebzügen
16. October 2019, kl. 09:23
Stadler und der Nahverkehrsverbund Schleswig Holstein NAH.SH haben heute nach der am 2. Juli bekannt gegebenen Vergabe den Liefervertrag über die ersten in Deutschland im Wettbewerb vergebenen Batterie-Triebzüge in Kiel unterzeichnet.
Die lokal emissionsfreien Fahrzeuge sollen ab Ende 2022 in den bisher mit Diesel-Triebzügen betriebenen Netzen Nord und Ost zum Einsatz kommen. Neben der Lieferung der Fahrzeuge ist Stadler über einen Zeitraum von 30 Jahren für die Instandhaltung der Fahrzeuge verantwortlich.


Der Auftragswert liegt bei rund 600 Millionen Euro. Nach Abschluss eines fast drei Jahre dauernden Vergabeverfahrens der ersten technologieoffenen Ausschreibung Deutschlands haben Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz und Jure Mikolčić, CEO von Stadler in Deutschland, am Montag, 14. Oktober 2019, in Kiel den Liefer- und Instandhaltungsvertrag über
55 batteriebetriebene Züge des Typs FLIRT Akku unterzeichnet.

Die neuen Triebzüge werden energiesparender und vor allem wesentlich emissionsärmer als die bisherigen Dieseltriebwagen sein. Hergestellt werden sie von der deutschen Tochter des international erfolgreichen Schweizer Schienenfahrzeugherstellers Stadler.
Neben der Lieferung wird Stadler die Fahrzeuge über einen Zeitraum von 30 Jahren instand halten.
Dass der Fahrzeughersteller für die Instandhaltung der Fahrzeuge verantwortlich sein wird, ist in Schleswig-Holstein eine Neuheit. Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz: «Gerade nach den Erfahrungen auf der Marschbahn, aber auch in anderen Netzen, war es uns wichtig, den Hersteller mit in die Alltagsverantwortung zu nehmen.» Stadler plant, die Instandhaltung an den Standorten Neumünster und Rendsburg durchzuführen.

Im Anschluss an die Vertragsunterzeichnung stellte Stadler dem Verkehrsminister die neuen Züge während einer Fahrt mit einem FLIRT Akku-Testträger von Kiel nach Oppendorf vor. Sie sind leiser, spurtstärker und dank einer Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h deutlich schneller. Betrieben werden die Fahrzeuge auf den nicht elektrifizierten Strecken über zusätzlich installierte Akkus.
Für die Aufladung werden bereits vorhandene beziehungsweise vereinzelt neu zu errichtende Oberleitungen als auch weitere Ladevorrichtungen genutzt.
Indem bei den neuen Fahrzeugen Bremsenergie in die Batterie zurückgespeist wird, kann zusätzlich Energie eingespart werden.

Ab Dezember 2022 werden die neuen Züge auf den Strecken Kiel – Lübeck-Lüneburg, Bad Oldesloe – Neumünster – Heide – Büsum, Kiel – Husum, Husum – Bad St. Peter Ording, Kiel – Rendsburg und Kiel – Eckernförde – Flensburg unterwegs sein.
Mit Inbetriebnahme der FLIRT Akku-Triebzüge werden in Schleswig-Holstein zukünftig kaum noch Dieseltriebwagen unterwegs sein.

Buchholz: «Die neuen Triebwagen sind emissionsfrei. Wir schaffen hier ein Stück der nötigen Elektrifizierung des Bahnverkehrs, ohne in die teuren Oberleitungen investieren zu müssen.
Mich freut besonders, dass diese Lösung auch so wirtschaftlich ist. Über den Investitionszeitraum gerechnet liegen wir hiermit etwas günstiger als mit Dieseltriebwagen.»
Jure Mikolčić ergänzt: «Der heutige Vertragsschluss ist ein wesentlicher Meilenstein für die weitere Reduzierung der CO2-Emissionen im Schienenverkehr.
Die Eisenbahn ist schon heute ein sehr umweltfreundliches Verkehrsmittel.
Durch den Einsatz von lokal CO2-emissionsfreien Fahrzeugen auf nichtelektrifizierten Strecken rückt das Ziel einer CO2-Neutralität ein grosses Stück näher. Wir freuen uns, mit der
Lieferung der ersten Akku-Triebzüge für einen grossen Verkehrsvertrag aktiv zu dieser Entwicklung beizutragen.»

Das im August 2016 gestartete Vergabeverfahren zur Auswahl neuer Fahrzeuge für die nicht oder nur zum Teil elektrifizierten Netze Nord und Ost fand in Form einer so genannten Investitionspartnerschaft statt. Buchholz: «Mit dieser Vergabe wird Schleswig-Holstein bundesweit Vorreiter im Bahnverkehr sein. Ich danke der NAH.SH dafür, dieses für uns alle neue Verfahren erfolgreich geführt zu haben.» Buchholz geht davon aus, dass andere Bundesländer mit grossem Interesse auf das schleswig-holsteinische Verfahren blicken werden: «Das Ergebnis stimmt, aber auch der Weg dahin war spannend. Dieser sehr enge Austausch mit den Herstellern scheint mir ein erfolgversprechender Weg zu sein, um Innovationen im Bahnbereich voranzubringen.»


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